© Vizualist
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© Jošt Gantar
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Entdecken Sie die älteste Burg Sloweniens, die Sie mit einer reichen Vergangenheit und historischen Artefakten begeistern wird.
Die Geschichte der Burg reicht in das Jahr 1004 zurück, als der deutsche Kaiser Heinrich II. das Gut Bled dem Brixner Bischof Albuin schenkte. Damals stand an der Stelle der heutigen Burg nur ein romanischer Turm, umgeben von einer Schutzmauer. Die erste Burg wurde um 1011 von den Bischöfen erbaut und diente ursprünglich der Abwehr. Die Bischöfe von Brixen lebten nie in der Burg, deshalb gab es darin auch keine Luxuszimmer.
Im Mittelalter wurden zusätzliche Türme hinzugefügt und das Befestigungssystem mit einer Mauer und einer Zugbrücke über dem Wassergraben ausgebaut. Der Graben ist heute zugeschüttet, aber das Bild regt immer noch die Fantasie an.
Für die Burg ist die Doppelstruktur charakteristisch - ein befestigter zentraler Teil für die Residenz der Feudalherren und ein äußerer Bereich mit Mauern sowie die Gebäude für die Dienerschaft. In den Jahren 1511 und 1690 wurde die Burg durch ein Erdbeben stark beschädigt, aber von den damaligen Besitzern wiederaufgebaut. Die Burg ist mit vielen Wappen verziert, von denen einige in der Fresko-Technik gemalt und andere in Stein gemeißelt sind.
Nach dem vernichtenden Großbrand im Jahre 1947, der die Burg von Bled erfasste, wurde die Burg in den Jahren von 1951 bis 1961 von der örtlichen Gemeinschaft renoviert und für touristische Besichtigungen zugänglich gemacht. Im Jahr 1999 wurden im Gebäude für die Dienerschaft neben dem unteren Innenhof eine Burgdruckerei, und etwas höher der Burgweinkellereingerichtet. Am Eingang in die Druckerei hängt die Gedenkplatte zu Ehren von Primož Trubar, der im Juni 1561 auf der Burg zu Besuch war. Auf dem unteren Burghof befinden sich ein in einen Felsen gehauener 12 m tiefer Brunnen, die Turmgalerie Galerija Stolp mit monatlich wechselnden Ausstellungen, das Arnold-Rikli-Gedenkzimmer und darüber das Experimentezimmer sowie der Burg-Bienenstock mit Bienen-Souvenirs.
Neben dem oberen Hof befindet sich das Museum, in dem die Geschichte Bleds auf fachkundige und zugleich anschauliche Weise wiedergegeben wird. Auf dem oberen Hof laden die Burgkapelle, ein Souvenirladen und ein Restaurant zur Besichtigung bzw. Einkehr ein. Schon in der Vergangenheit gedieh in dieser Gegend die Weinrebe und seit 2011 gibt es hier den Nachkommen der ältesten Weinrebe der Welt, die seit mehr als 400 Jahren in Maribor wächst.
In den warmen Monaten finden im Burghof viele kulturelle Veranstaltungen statt. Besonders geschätzt werden die mittelalterlichen Tage, wenn Ritter das Leben im Mittelalter darstellen.
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Das interessanteste der erhaltenen Gebäude ist die gotische Kapelle im oberen Hof, gewidmet den Bischöfen St. Albuin und St. Ingenuin. Die Kapelle wurde im 16. Jh. errichtet und Ende des 17. Jh. durch eine Barockfigur ergänzt und mit illusionistischen Wandbildern verziert. Neben dem Altar sind die Stifter des Gutes von Bled, der deutsche Kaiser Heinrich II. und seine Frau Kunigunde abgebildet. Ihre Bilder findet man auch in der Kirche der Muttergottes am See auf der Bleder Insel.