Geschichte

Bled im wandel der Zeiten

 Der fruchtbare Boden und die geschützte Lage von Schloßberg und Insel luden die ersten Siedler geradewegs dazu ein, sich in der Umgebung von Bled niederzulassen. Die ersten seltenen Spuren des Menschen in Bled stammen noch aus der Steinzeit. In der Eisenzeit, als in den Alpen die Eisengewinnung begann, nahm die Bevölkerungsdichte zu. Ausgrabungen unter der slawischen Nekropole in Pristava am Fuße des Schlossbergs brachten die Überreste von 80 Gräbern aus der frühen Eisenzeit (800 bis 600 v. Chr.) zutage, Funde aus der Zeit der Besiedlung durch Römer und Kelten sind dagegen bescheidener. In größerem Umfang wurde Bled erst durch die Slawen besiedelt und zwar in zwei Wellen: Die ersten slawischen Siedlungen befanden sich wahrscheinlich genau an den Stellen, wo im späten Mittelalter die ersten Dörfer am See entstanden:  Mlino, Želeče, Zagorice, Grad und Rečica. Es sind mehrere Grabstättenfunde bekannt: Žale – der heutige Friedhof (archäologische Grabungen aus dem Jahre 1894), der Park der heutigen Villa Bled (1929), die Nekropole in Želeče (1937), die große Nekropole in Pristava (1948 - 1951), die Grabstätten auf dem heutigen Parkplatz  unterhalb der Schloßzufahrt (1960, 1968), sowie die Nekropole auf der Bleder Insel (1962 - 1966).

Besiedlung durch die Slawen

Die erste slawische Besiedlungswelle geht zurück ins 7. Jahrhundert, während die zweite etwa zwischen dem 9. und 10. Jahrhundert das Bleder Talbecken erfaßte. Die Funde aus der Zeit der ersten Besiedlung veranschaulichen die Kultur des slawischen Staatsgebildes unter König Samo (632-658) und der spätantiken Tradition dieser Gegend. Funde aus der Zeit der zweiten Besiedlungswelle, wie etwa die Grabbeigaben (halbmondförmige, gravierte Ohrringe, Ringe, runde Broschen und Eisendolche) geben Auskunft über die historische Entwicklung Bleds bis zum 10. Jahrhundert. Ein Teil dieser Funde ist im Schloßmuseum ausgestellt.

Die Bischöfe von Brixen

Nach dem Zeitalter der slawischen Staaten kam die Region zuerst unter fränkische (Karl der Große, 782), später unter deutsche Oberhoheit. Im Jahre 1004 schenkte der deutsche Kaiser Heinrich II. Bled samt dem Land zwischen den beiden Sava-Flüssen und später im Jahre 1011 auch das Schloß dem Bischof Albuin von Brixen (Fotokopie der Schenkungsurkunde im Bleder Schloßmuseum). Dieses Ereignis bedeutet einen großen Umbruch in der Geschichte von Bled. Der Grundbesitz wurde im Namen der Bischöfe zunächst von deren Ministerialen und später von Vasallen verwaltet, denen die Ausübung der Lehensgewalt oblag. Dabei vollzogen sich beträchtliche Veränderungen hinsichtlich der Bebauung und Besiedlung der Region. Mitte des 14. Jahrhunderts gaben die Bischöfe von Brixen die unmittelbare Verfügungsgewalt über die Bleder Besitztümer auf und verpachteten diese an die damaligen Verwalter – die Familie von Kreigh. Mißachtung althergebrachter Rechte sowie die brutale Behandlung der Bauern gaben den Anlaß für den im Jahre 1515 in ganz Slowenien aufflammenden Bauernaufstand, dem sich auch die Bauern von Bled anschlossen. Im Jahre 1558 wurde das Bleder Schloß von Herbert VIII. von Auersperg, dem Schirmherrn des Protestantismus, übernommen. Bis Mitte des 18. Jahrhunderts wurde das Schloß nur an Adlige, später jedoch auch an Bürger verpachtet, die es jedoch nur selten als Wohnstätte in Anspruch nahmen. Nach 800 Jahren Brixener Verfügungsgewalt wurde das Bleder Schloß nach dem Beschluß der Wiener Hofkommission staatliches Eigentum.

In den Jahren 1809 – 1813 fiel Bled im Rahmen der Illyrischen Provinzen dem Napoleonischen Kaiserreich zu, kam aber bald wieder unter die Oberhoheit des Kaisers von Österreich. Der Kaiser übergab Bled ein letzes Mal den Bischöfen von Brixen. Zehn Jahre später verlor Bled durch die Aufhebung der Leibeigenschaft die Lehensbindung.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollzog sich in Bled ein beträchtlicher Wandel. Die typischen Dörfer von Gorenjska – seit dem Mittelalter geschlossene Einheiten – vereinigten sich, die Einnahmen schrumpften und der Bischof von Brixen verkaufte sein Besitztum an Viktor Ruard, den Eigentümer der Eisenwerke von Jesenice. Dieser behielt von dem ursprünglichen Besitz das Schloß, den See und die dazugehörenden Baugrundstücke und veräußerte den Rest an die Krainische Industriegesellschaft. 1882 verkaufte Ruard den Besitz an den Wiener Großhändler Adolf Muhr, woraufhin 1919 das Schloß und der See von dem Bleder Hotelbesitzer Ivan Kenda erworben wurden. Dadurch kam das Land in slowenische Hand. Der Grund und Boden wurde 1937 von der Genossenschaftlichen Wirtschaftsbank übernommen und schließlich von der Drau-Banschaft erworben. Während des Zweiten Weltkriegs befand sich in Bled der Sitz der Militär- und Zivilverwaltung der deutschen Besatzungsmacht. 1960 erlangte Bled das Stadtrecht.

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